Statistik

Der Frühling, das Rad und die Branche. Fahrrad in Zahlen

Zum heutigen Start der BERLIN BICYCLE WEEK stellt die Initiative Clevere Städte einige Fakten inkl. Quellen und Links online. Sie unterstreichen die Bedeutung des Rades in beschäftigungs-, sozial- und innovationspolitischer Perspektive. Zum Beispiel beschäftigt die Fahrradindustrie bezogen auf die Fahrleistung 70% mehr Mitarbeiter als die Automobilindustrie.

Autofahrer 19 Mal mehr Flächen als Radfahrer: Flächen-Gerechtigkeits-Report online

Der Flächenkonflikt geht weiter: Wir haben nachgemessen, nämlich 200 Berliner Straßen, mit Studierenden der Berliner Best-Sabel-Hochschule. Das Ergebnis: 19 Mal mehr Verkehrsflächen sind für Autofahrer (58%) ggü. Radfahrern (3%) reserviert! Wären wir noch in den 80er Jahren, würde das ja zu den autogerechten Städten passen, aber heute ist Radfahrern in und Autofahren out. Um 50% hat das Radfahren in Berlin zugenommen, in der gleichen Zeit ist der Autoverkehrsanteil um 16% gesunken: Nur noch jeder dritte Weg wird mit dem Pkw zurückgelegt, in keinem Berliner Stadtteil sind Autofahrer noch in der Mehrheit. Dagegen werden inzwischen 15% aller Wege mit dem Rad zurückgelegt, Tendenz exponentiell steigend!

Schwarzfahren 60 Euro, aber Falschparken nur 33 ct am Tag?

Deutschland ist Schlusslicht bei den Bußgeldern für Egoisten im Verkehr. Das Zuparken von Rad- und Gehwegen schmerzt in keinem Land weniger im Geldbeutel als in Deutschland. Die vier vermeintlichen Kavaliersdelikte – das Zuparken von Rad- und Gehwegen sowie in zweiter Reihe und auf Behinderten-Parkplätzen – kostet in Deutschland 75% weniger als im EU-Durchschnitt. Damit subventioniert Deutschland das Falschparken gerade zu – ein Skandal für das Miteinander in unseren Städten!